Das Bibelwort für diesen Gottesdienst steht in Psalm 73, Vers 23 und 24: „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand. Du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.“
Wir Menschen werden mit belastenden Situationen in unserem Leben konfrontiert. Von dieser Belastung und Zerrissenheit berichtet auch der Psalmschreiber Asaf im Bibelwort. Er wäre unter den Verhältnissen, die er durchlebte, fast verzweifelt. Der Asaf beschäftigt sich mit seiner Vorstellung vor Gott, d.h. seinem Bild von Gott und ging irgendwann in das Haus Gottes. Und dann kommt dem Psalmisten die große Erkenntnis, dass er bei allen Zweifeln und Ungerechtigkeiten bei Gott geblieben ist. Die Antwort liegt also in Gott selbst. Asaf hat bei allem nicht mehr an Gott gedacht. Indem er auf Gott schaute, fing er an, alles zu begreifen. Gott ist kein Gott der Ungerechtigkeit, der straft. Nein, dieser Gott ist ein Gott der Liebe.
Der Psalmist drückt es in drei Facetten aus. Du hältst mich bei meiner rechten Hand. Du leitest mich nach deinem Rat. Du nimmst mich am Ende in Ehren an. In allen unseren Zweifeln, bei allem Kummer und Leid hält Gott uns bei unserer rechten Hand, wie ein guter Vater. Gott geht mit uns und begleitet uns auf unserem Weg. Gott leitet uns nach seinem Rat, wenn wir ratlos und orientierungslos sind. Es seien schwierige Zeiten und es gebe Enttäuschungen im Leben: in der Familie, vielleicht in der Gemeinde, wo wir ratlos sind. In unseren Lebensentscheidungen mögen wir Gott spüren, dass er uns leitet, wenn wir keine Wege sehen. Und Gott nimmt mich am Ende mit Ehren an. Das ist die dritte Facette Gottes.
Nach allen Zweifeln und Fragen kommt der Psalmist zu dem lobenden Schluss: Wenn ich nur dich, Gott, habe, dann brauche ich nichts anderes mehr, dann stelle ich keine Fragen, selbst wenn mir Leib und Seele verschmachten, also wenn ich am Ende sterbe, wenn ich nicht mehr kann, wenn es keinen Ausweg mehr gibt, dann bist du, Gott, doch mein Trost und mein Teil; denn ich spüre, dass du da bist und mich bei meiner rechten Hand nimmst.
Anschließend dienten unser Apostel Ralf Vicariesmann sowie Priester Jörg Mischko mit.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls versetzte unser Bezirksapostelhelfer den Diakon Rudolf Wendel aus der Gemeinde Schwerin in den Ruhestand. Bruder Wendel war insgesamt 24 Jahre als Diakon tätig. Prägend für ihn und sein Leben ist seine Arbeit in der Gemeinde der Hörgeschädigten ab dem Jahr 2000, in der damaligen Gebietskirche Norddeutschland. Unser Bezirksapostelhelfer würdigte dies mit den Worten: "Sie sind ein Diakon für Nord- und Ostdeutschland!" Wir sind Diakon Wendel und seiner Frau Gabriela dankbar für alles, was sie getan haben, sei es sichtbar oder unsichtbar!
Umrahmt wurde der Gottesdienst durch Sängerinnen und Sänger aus den eingeladenen Gemeinden sowie dem Bezirksorchester.
Neuapostolische Kirche